ZenNews24› Politik› Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg? Bundesr… Politik Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg? Bundesregierung und Kiew lehnen ab Putin schlägt Altkanzler Schröder zur Konfliktlösung vor – doch das Vertrauen ist weitgehend erodiert. Von Thomas Weber 23.04.2026, 14:39 Uhr 4 Min. Lesezeit Aktualisiert: 24.06.2026 Das Wichtigste in Kürze Russlands Präsident Wladimir Putin hat den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Gespräch gebrachtDie Bundesregierung reagiert skeptisch, auch die ukrainische Regierung lehnt eine solche Rolle abRussland-Expertin Sarah Pagung kommentiert die politischen Implikationen dieser Entwicklung Die Vorstellung Wladimir Putins, den Altkanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt einzusetzen, verdeutlicht die stark beschädigte internationale Reputation des SPD-Politikers. In weiten Teilen Europas genießt Schröder nach seinen jahrelangen engen Verbindungen zu Russland und dem Kreml-Chef kein Vertrauen mehr. Die deutsche Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz lehnt den Vorschlag ab, und auch Kiew signalisiert deutliche Skepsis.InhaltsverzeichnisHintergrundDie wichtigsten FaktenExpertenmeinung und politische BewertungEuropäische ImplikationenAusblick Hintergrund Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nach dem Ende seiner politischen Karriere in der aktiven Regierungspolitik baute er über Jahrzehnte intensive wirtschaftliche und persönliche Beziehungen zu Russland auf. Er war Vorsitzender des Aufsichtsrats des russischen Energiekonzerns Rosneft und übernahm ab 2017 den Posten des Vorsitzenden des Aktionärskomitees des Gazprom-Konsortiums Nord Stream 2. Diese Positionen machten ihn zu einer der prominentesten westlichen Figuren im Netzwerk der deutsch-russischen Energiewirtschaft. ▶ Auf einen BlickPutins Vorschlag, Schröder als Vermittler einzusetzen, verstärkt die Kritik an seinen Russland-Beziehungen.Die Bundesregierung und Kiew lehnen den Vorschlag ab, was Schröders Reputation weiter schädigt.Schröders frühere Positionen bei Rosneft und Gazprom werden als politisches Versäumnis kritisiert. Mit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 geriet Schröder international massiv unter Druck. Sein langjähriges Engagement für eine enge Zusammenarbeit mit Russland wurde nun als politisches Versäumnis kritisiert. Mehrere Positionen im In- und Ausland wurden ihm entzogen oder angeboten, was er ablehnte. Die SPD-Partei distanzierte sich von ihm, und in der Öffentlichkeit wurde er zunehmend als Verfechter einer gescheiterten Russland-Politik wahrgenommen. ZenNews24 auf YouTube Die wichtigsten Fakten Putins Vermittlervorschlag: Der Kreml-Chef schlug Schröder vor, als Vermittler im Ukraine-Konflikt tätig zu werden. Dies wird von Beobachtern als Versuch Russlands interpretiert, den Westen zu spalten und eine alternative Verhandlungsebene zu schaffen. Bundesregierung lehnt ab: Die deutsche Bundesregierung unter Kanzler Merz signalisiert klare Ablehnung. Schröder genieße zu wenig Vertrauen, um eine konstruktive Vermittlerrolle spielen zu können. Ukrainische Skepsis: Die Regierung in Kiew äußert ebenfalls massive Vorbehalte gegen Schröder als Vermittler. Sie sehen darin eine potenzielle Gefahr für die ukrainischen Interessen im Konflikt. Erosion der Reputation: Schröders enge Bindung an russische Energiekonzerne und seine lange Zeit kritiklos gegenüber Putin geführte Politik haben sein internationales Ansehen erheblich beschädigt. Geopolitisches Signal: Der Vorschlag unterstreicht Russlands Interesse an informellen Verhandlungskanälen und verdeutlicht gleichzeitig, wie isoliert Schröder in der europäischen Politiklandschaft geworden ist. Expertenmeinung und politische Bewertung Russland-Expertin Sarah Pagung analysiert die aktuellen Entwicklungen im Kontext der gesamten Ukraine-Situation. Sie sieht in Putins Vorschlag weniger ein echtes Vermittlungsinteresse als vielmehr eine taktische Manöver, um in der westlichen Öffentlichkeit Bewegung zu signalisieren und potenzielle Risse im westlichen Bündnis zu erzeugen. Die Tatsache, dass Putin ausgerechnet Schröder nennt, hat eine weitere symbolische Dimension: Sie demonstriert, dass der Kreml-Chef von einer Zeit träumt, als es im Westen prominente politische Stimmen gab, die bereit waren, Russlands Interessen entgegenzukommen. Gleichzeitig zeigt die Ablehnung durch Berlin und Kiew, dass diese Zeiten definitiv vorbei sind.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holenBildmaterial: ZenNews24 Mediathek Für Schröder persönlich stellt die Situation eine weitere Beschädigung dar. Ein Vermittler braucht Vertrauen auf beiden Seiten – und genau dies fehlt dem Altkanzler. Im Westen wird er vielen als Symbol einer gescheiterten Entspannungspolitik wahrgenommen, die Russlands Aggressivität unterschätzt hat. Im ukrainischen Kontext gilt er zudem als jemand, dessen Positionen den russischen Narrativen zu nahekamen. Europäische Implikationen Die Episode verdeutlicht auch breitere Verschiebungen in der europäischen Sicherheitsarchitektur. Die Zeit von prominenten westlichen Politikern, die sich als Brückenbauer zu Russland sahen, ist vorbei. Stattdessen hat sich eine klare Linie etabliert: Sicherheit und Unterstützung der Ukraine stehen im Vordergrund der europäischen und speziell der deutschen Außenpolitik. Dass Putins Vorschlag von Deutschland und der Ukraine abgelehnt wird, zeigt auch, dass es derzeit keine Vermittler gibt, denen beide Seiten wirklich trauen würden. Dies trägt zur Verhärtung der Fronten bei und macht Verhandlungslösungen in absehbarer Zeit schwieriger. Ausblick Es ist unwahrscheinlich, dass Schröder in absehbarer Zeit eine politische Rehabilitierung erfährt. Sein Name ist zu eng mit einer Russland-Politik verbunden, die vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges als fundamental fehlgeleitet bewertet wird. Auch künftige Vermittlungsversuche im Ukraine-Konflikt werden mit höchster Wahrscheinlichkeit über andere Kanäle erfolgen. Für die deutsche Außenpolitik bedeutet dies eine endgültige Abkehr von der Idee der wirtschaftlichen Verflechtung als Friedensgarant mit Russland. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz setzt stattdessen auf klare Bündnissolidarität, Unterstützung der Ukraine und eine Neuausrichtung der Energieversorgung weg von russischen Rohstoffen. Mehr zum ThemaPutin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg vorPutin schlägt Schröder als Vermittler vor — Ukraine lehnt abPutin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt vor Quellen: Die Welt (Video-Dokumentation), Sarah Pagung (Russland-Expertin) EinordnungDie Meldung verdeutlicht die anhaltende Skepsis gegenüber Schröders Russland-Politik. Sie zeigt, wie sein früher Einfluss nun als Hindernis für diplomatische Lösungen im Ukraine-Konflikt wahrgenommen wird. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Politik Quelle: Welt Politik Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Mehr zum ThemaSportvor 4 Std.Todefall beim New-York-MarathonDigitalvor 15 Std.GTA 6 Preload startet am 12. NovemberGesellschaftgesternRentner bekommen 2027 bis zu 4,1 Prozent mehrInternationalgesternTrump stoppt Militärhilfe für Israel vorzeitig Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Ukraine-Krieg Gerhard Schröder Vermittlung Putin Bundesregierung T Thomas Weber Politik & Wirtschaft Thomas Weber beobachtet seit über 15 Jahren die deutsche Bundespolitik und europäische Wirtschaftsentwicklungen. Sein Schwerpunkt liegt auf Haushaltspolitik, Koalitionsdynamiken und internationaler Handelspolitik. Das könnte dich interessieren › Politik Gen-Z-Proteste: Krawalle nach friedlichen Demos 01.11.2026 Politik Jugendproteste: Was Gen Z von der Politik fordert 31.10.2026 Politik Gen-Z-Proteste: Polizei stoppt Gewalttäter an Grenze 31.10.2026 Politik Kehlsteinhaus zerstört: Hitlers Prunkbau brennt nieder 25.10.2026 Politik CSU-Parteitag: Söders Kampfansage an AfD und Linke 24.10.2026 Politik AfD-Datenleck: Neue E-Mails belasten Weidel schwer 24.10.2026 Politik Rot-Grün-Rot in Berlin: Durchbruch nach vier Wochen 18.10.2026 Politik Rente mit 63: Was der Kompromiss für Sie bedeutet 17.10.2026 Auch interessant › Sport New-York-Marathon-Tod: 24-Jährige bricht tödlich zusammen 3 Std. her Digital GTA 6: Preload-Termin und Preise für Deutschland enthüllt 15 Std. her Gesellschaft Rentenerhöhung 2027: Bis zu 4,1 Prozent mehr Geld Gestern International Militärhilfe-Stopp: Was das für Israel bedeutet Gestern International Polen-Eklat: Tusk drückt Richterin zu Boden 03.11.2026 Wirtschaft Cyberangriff: Supermärkte in Europa lahmgelegt 02.11.2026 Wirtschaft Binance-Hack: Milliarden-Schaden – Kunden sollen alles zurückbekommen 02.11.2026 Wirtschaft Warnstreik: IG Metall legt Fabriken lahm 01.11.2026 Quelle: Welt Politik ↗ Mehr aus Politik › Politik Gen-Z-Proteste: Krawalle nach friedlichen Demos 01.11.2026 Politik Jugendproteste: Was Gen Z von der Politik fordert 31.10.2026 Politik Gen-Z-Proteste: Polizei stoppt Gewalttäter an Grenze 31.10.2026 Politik Kehlsteinhaus zerstört: Hitlers Prunkbau brennt nieder 25.10.2026 Politik CSU-Parteitag: Söders Kampfansage an AfD und Linke 24.10.2026 Politik AfD-Datenleck: Neue E-Mails belasten Weidel schwer 24.10.2026 Politik Rot-Grün-Rot in Berlin: Durchbruch nach vier Wochen 18.10.2026 Politik Rente mit 63: Was der Kompromiss für Sie bedeutet 17.10.2026 ← Politik Pistorius reist zu Rüstungsgesprächen in die Ukraine Politik → TU Berlin: Sanierungsstau von 2,3 Milliarden Euro – Hauptgebäude gesperrt