ZenNews24› Wirtschaft› Mercedes-Krise: Werksschließung bedroht tausende … Wirtschaft Mercedes-Krise: Werksschließung bedroht tausende Jobs Im Streit um die 35-Stunden-Woche droht der Autobauer mit Werksschließungen. Von Sarah Müller 11.10.2026, 15:04 Uhr 6 Min. Lesezeit Aktualisiert: 11.10.2026 Zu diesem ThemaMercedes-Benz ↑↑Automobilindustrie →Arbeitszeitgesetz-Reform ↓Betrifft: Arbeitnehmer · UnternehmenIn KürzeMercedes-Benz droht mit Schließung deutscher Werke im Streit um die 35-Stunden-Woche und gefährdet tausende Arbeitsplätze.Konzern begründet Forderung mit Kostendruck durch sinkende China-Absätze, hohe Energiekosten und teurem E-Mobilitäts-Umbau.IG Metall lehnt Flexibilisierung der Arbeitszeit kategorisch ab; konkrete betroffene Werke wurden bislang nicht genannt. Mercedes-Benz droht im eskalierenden Tarifstreit um die 35-Stunden-Woche mit der Schließung deutscher Werke und bringt damit tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Der Konflikt zwischen Konzernführung und IG Metall hat sich in den vergangenen Wochen deutlich zugespitzt. Hintergrund ist der massive Kostendruck, unter dem die gesamte deutsche Autoindustrie derzeit steht.InhaltsverzeichnisWarum droht Mercedes-Benz jetzt mit Werksschließungen?Was bedeutet der Streit um die 35-Stunden-Woche konkret?Wie stark ist Mercedes-Benz wirtschaftlich unter Druck?Wer profitiert, wer verliert in diesem Konflikt?Wie reiht sich die Mercedes-Krise in die Lage der Autobranche ein?Wie geht es nun in den Verhandlungen weiter? Mercedes-Benz droht mit Werksschließungen, sollte die Arbeitszeit nicht flexibilisiert werden Betroffen sind mehrere Standorte in Deutschland mit tausenden Beschäftigten IG Metall lehnt eine Abkehr von der 35-Stunden-Woche kategorisch ab Der Konflikt reiht sich ein in eine Serie von Krisensignalen aus der deutschen Autobranche Warum droht Mercedes-Benz jetzt mit Werksschließungen? Der Konzern begründet seinen Vorstoß mit der angespannten Ertragslage im Kerngeschäft. Sinkende Absatzzahlen in China, hohe Energiekosten und der teure Umbau hin zur Elektromobilität belasten die Bilanz spürbar. Die Konzernführung sieht in der tariflich festgeschriebenen 35-Stunden-Woche einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil gegenüber internationalen Herstellern. ▶ Auf einen BlickMercedes-Benz droht mit Werksschließungen wegen des Streits um die 35-Stunden-Woche.Tausende Arbeitsplätze in Deutschland sind durch den Tarifkonflikt gefährdet.Der Kostendruck in der Autoindustrie verschärft den Konflikt. Management-Vertreter argumentieren, dass flexiblere Arbeitszeitmodelle notwendig seien, um Produktionskosten zu senken, ohne direkt Personal abzubauen. Kritiker werfen dem Unternehmen jedoch vor, die Drohkulisse gezielt aufzubauen, um in den laufenden Tarifverhandlungen Druck aufzubauen. Ähnliche Muster waren zuletzt auch bei anderen Herstellern zu beobachten. ZenNews24 auf YouTube Welche Werke sind konkret betroffen? Nach Angaben aus Unternehmenskreisen stehen mehrere deutsche Standorte auf dem Prüfstand, insbesondere solche mit auslaufenden Modellreihen und geringerer Auslastung. Eine offizielle Liste mit konkreten Werksnamen hat Mercedes-Benz bislang nicht veröffentlicht. Diese Unsicherheit sorgt bei Belegschaften und Kommunen gleichermaßen für Nervosität. Betriebsräte berichten von einer angespannten Stimmung in den Werkshallen. Viele Beschäftigte fürchten, dass ihr Standort zu den ersten gehören könnte, die von möglichen Einschnitten betroffen sind.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Was bedeutet der Streit um die 35-Stunden-Woche konkret? Deutsche Wirtschaft Schrumpft Rezession Im Dritten Quartal 20231124 Im Zentrum des Konflikts steht die Forderung des Konzerns, die wöchentliche Arbeitszeit in bestimmten Werken temporär oder dauerhaft zu erhöhen, ohne dies vollständig durch Lohnausgleich zu kompensieren. Die IG Metall sieht darin einen direkten Angriff auf einen der zentralen Tarifstandards der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Gewerkschaftsvertreter verweisen darauf, dass die 35-Stunden-Woche seit Jahrzehnten als Errungenschaft gilt und nicht ohne Weiteres zur Disposition stehen dürfe. Sie fordern stattdessen Investitionen in Zukunftstechnologien und den Erhalt der Standorte durch staatliche Unterstützung statt durch Arbeitszeitverlängerung. Wie reagiert die Gewerkschaft auf die Drohung? Die IG Metall hat bereits mit Warnstreiks an mehreren Standorten reagiert und schließt weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht aus. Gewerkschaftsfunktionäre sprechen von einem "Erpressungsversuch" seitens der Konzernführung. Parallel dazu laufen Gespräche auf höchster Ebene, deren Ausgang derzeit offen ist. Beobachter rechnen mit einer längeren Hängepartie, da beide Seiten bislang kaum Kompromissbereitschaft signalisiert haben. Ein ähnlicher Konflikt hatte bereits bei VW-Sparplan: Zehntausende Jobs weg, vier Werke vor dem Aus für wochenlange Verhandlungen gesorgt. Wie stark ist Mercedes-Benz wirtschaftlich unter Druck? Die Zahlen aus dem laufenden Geschäftsjahr zeichnen ein gemischtes Bild. Während das Luxussegment weiterhin stabile Margen liefert, kämpft der Konzern im Volumensegment mit sinkenden Verkaufszahlen, insbesondere im chinesischen Markt. Das ifo Institut weist darauf hin, dass die gesamte deutsche Automobilbranche aktuell unter einer strukturellen Nachfrageschwäche leidet. Auch die Umstellung auf Elektromobilität verläuft schleppender als ursprünglich geplant. Hohe Entwicklungskosten treffen auf eine verhaltene Kundennachfrage, was die Profitabilität zusätzlich belastet. KennzahlWert Beschäftigte Mercedes-Benz Deutschlandrund 170.000 Potenziell betroffene Arbeitsplätzemehrere tausend Umsatzrückgang im Kerngeschäft (Jahresvergleich)im niedrigen einstelligen Prozentbereich Betroffene Werksstandorte (im Gespräch)mehrere Standorte in Deutschland Welche Rolle spielt der chinesische Markt? China galt lange als Wachstumsmotor für deutsche Premiumhersteller. Inzwischen haben heimische chinesische Marken deutlich an Marktanteilen gewonnen, besonders im Bereich Elektrofahrzeuge. Mercedes-Benz verliert dadurch spürbar an Boden in einem Markt, der bislang überproportional zum Konzerngewinn beigetragen hat. Das DIW ordnet diese Entwicklung als Teil eines größeren Strukturwandels ein, der die gesamte deutsche Exportwirtschaft betrifft. Die Abhängigkeit von einzelnen Auslandsmärkten erweist sich zunehmend als Risiko. Wer profitiert, wer verliert in diesem Konflikt? Verlierer sind zunächst die Beschäftigten an den möglicherweise betroffenen Standorten sowie die umliegenden Regionen, die wirtschaftlich stark von den Werken abhängen. Zulieferbetriebe, die eng mit Mercedes-Benz verflochten sind, spüren die Unsicherheit bereits jetzt in Form zurückhaltender Investitionsentscheidungen. Profitieren könnten kurzfristig Standorte im Ausland mit niedrigeren Lohn- und Lohnnebenkosten, sollte der Konzern tatsächlich Produktionskapazitäten verlagern. Auch Wettbewerber außerhalb Deutschlands könnten von einer geschwächten deutschen Autoindustrie profitieren. Welche Branchen sind indirekt betroffen? Neben der klassischen Zulieferindustrie geraten auch Dienstleister, Logistikunternehmen und der lokale Einzelhandel in den betroffenen Regionen unter Druck. Eine Werksschließung wirkt sich erfahrungsgemäß weit über den eigentlichen Standort hinaus aus. Statista-Daten zeigen, dass ein einzelner Arbeitsplatz in der Automobilindustrie im Schnitt mehrere weitere Arbeitsplätze in vor- und nachgelagerten Branchen sichert. Ein Wegfall hätte damit Kaskadeneffekte für ganze Wirtschaftsregionen. Wie reiht sich die Mercedes-Krise in die Lage der Autobranche ein? Der Konflikt bei Mercedes-Benz ist kein Einzelfall, sondern Teil eines branchenweiten Umbruchs. Auch bei BMW-Krise eskaliert: Gewinn bricht ein, 8.000 Jobs fallen weg zeigen sich ähnliche Muster aus sinkenden Gewinnen und angekündigtem Stellenabbau. Eine aktuelle Studie des VDA verdeutlicht das Ausmaß der Entwicklung für die gesamte Branche. Laut der Untersuchung Bis zu 225.000 Jobs weg: VDA-Studie zeigt das Ausmaß der Autokrise könnten in den kommenden Jahren hunderttausende Arbeitsplätze in der Automobilindustrie und bei Zulieferern verloren gehen. Was sagt die Bundesbank zur konjunkturellen Lage? Die Bundesbank warnt in ihren jüngsten Berichten vor den Rückkopplungseffekten der Autokrise auf die gesamtdeutsche Konjunktur. Da die Automobilindustrie traditionell eine Schlüsselrolle für Export und Beschäftigung spielt, könnten anhaltende Schwächesignale das Wirtschaftswachstum insgesamt bremsen. Auch die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wird aufmerksam beobachtet. Parallelen zu dem Bericht Arbeitslosigkeit steigt: Bundesagentur warnt vor Jobkrise zeigen, dass die Industriekrise zunehmend auf den gesamten Arbeitsmarkt durchschlägt. Konjunkturindikator: Das ifo Geschäftsklima für die deutsche Automobilindustrie liegt weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Experten werten die aktuellen Werte als Zeichen anhaltender struktureller Schwäche, nicht als konjunkturelle Delle. Wie geht es nun in den Verhandlungen weiter? Konzernführung und IG Metall haben weitere Gesprächsrunden angekündigt, ein konkreter Zeitplan für eine Einigung besteht jedoch nicht. Beide Seiten stehen unter erheblichem öffentlichen Druck, da tausende Arbeitsplätze und ganze Regionen von einem Scheitern der Verhandlungen betroffen wären. Politische Vertreter aus den betroffenen Bundesländern haben sich bereits eingeschaltet und mahnen zu einer schnellen Lösung. Die Landesregierungen fürchten negative Auswirkungen auf die regionale Wirtschaftsstruktur, sollte es tatsächlich zu Werksschließungen kommen. Welche Kompromisse werden diskutiert? Im Gespräch sind unter anderem befristete Arbeitszeitmodelle, die nach einer bestimmten Übergangsphase wieder zur ursprünglichen Regelung zurückkehren würden. Auch staatliche Förderprogramme für den Strukturwandel an betroffenen Standorten werden diskutiert. Ein endgültiger Kompromiss ist derzeit jedoch nicht in Sicht. Beobachter erwarten, dass sich die Verhandlungen noch über mehrere Wochen hinziehen könnten, bevor eine Entscheidung fällt. Die Entwicklungen bei Mercedes-Benz stehen damit exemplarisch für die Herausforderungen, vor denen die gesamte deutsche Industrie derzeit steht. Während einzelne Unternehmen auf Kostensenkungen und Arbeitszeitflexibilisierung setzen, mahnen Ökonomen vom DIW und ifo Institut strukturelle Reformen an, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts langfristig zu sichern. Wie stark sich solche Unsicherheiten auch auf die Finanzmärkte auswirken, zeigt sich am Beispiel von Börsen trotz Krisen im Aufwind: Was treibt die Märkte an?, wo trotz schlechter Branchennachrichten teils gegenläufige Kursentwicklungen zu beobachten sind. Mehr zum ThemaTrump droht EU mit neuen Strafzöllen ab JuliStellenabbau bei VW: 3.000 Jobs fallen bis Herbst wegBMW-Krise eskaliert: Gewinn bricht ein, 8.000 Jobs fallen weg EinordnungDie Ankündigung von Mercedes-Benz gefährdet Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Stabilität in mehreren Regionen Deutschlands. Der Konflikt verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die deutsche Autoindustrie im globalen Wettbewerb steht. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Wirtschaft Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Was bisher geschah11.10. 15:04Werksschließung bedroht tausende Jobs11.10. 15:04Mercedes-Krise: Werksschließung bedroht tausende JobsMehr zum ThemaWirtschaftvor 3 TagenVW friert Gehälter bis 2030 einKlimavor 6 TagenVerbrenner-Aus gekippt: Das ändert sich für AutokäuferGesundheitvor 5 Std.Hirntumor mit 25: Schnelle Therapie rettet LebenSportvor 18 Std.Kane glänzt: Bayern 1:1 gegen Arsenal Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 S Sarah Müller Sport & Regional Sarah Müller berichtet über Bundesliga, Leichtathletik und regionale Sportthemen. Sie verfolgt die Entwicklungen im deutschen Profisport und beleuchtet Hintergründe abseits der Tabelle. 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