ZenNews24› Politik› Putin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-… Politik Putin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg vor Russlands Präsident macht Altkanzler zum Friedensangebot – Berlin und Kiew reagieren ablehnend. Von Thomas Weber 04.05.2026, 05:23 Uhr 4 Min. Lesezeit Aktualisiert: 25.06.2026 Das Wichtigste in Kürze Der Kreml hat Gerhard Schröder als möglichen Vermittler im Ukraine-Konflikt ins Gespräch gebrachtDie Bundesregierung lehnt das Angebot ab, auch die ukrainische Seite sieht den früheren Kanzler kritisch Russlands Präsident Wladimir Putin hat den früheren deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als Vermittler im Ukraine-Krieg vorgeschlagen. Mit diesem unerwarteten Angebot signalisiert der Kreml möglicherweise ein Interesse an Verhandlungen – doch die Reaktionen in Berlin und Kiew fallen deutlich ablehnend aus. Der Vorschlag wirft Fragen über Putins Verhandlungsbereitschaft und die Rolle Deutschlands in möglichen Friedensgesprächen auf.InhaltsverzeichnisHintergrundDie wichtigsten FaktenReaktionen aus Berlin und KiewDie Perspektive des KremlsSchröders umstrittenes ErbeAusblick Hintergrund Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt pflegte er enge wirtschaftliche und persönliche Verbindungen zu Russland. Diese Beziehungen, insbesondere seine Tätigkeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats bei Rosneft und seine Nähe zu Putin, werden in Deutschland seit Jahren kritisch diskutiert. Nach der russischen Invasion der Ukraine 2022 verschärften sich die Vorwürfe gegen Schröder erheblich, er gelte vielen als zu nahe bei Putins Regime. ▶ Auf einen BlickPutin schlägt Schröder als Vermittler vor, was Verhandlungsbereitschaft signalisiert.Berlin und Kiew lehnen den Vorschlag ab, was die Rolle Deutschlands hinterfragt.Schröders Nähe zu Putin wirft erneut Kritik in Deutschland und der Ukraine auf. Der Vorschlag aus dem Kreml erfolgt in einem Moment, in dem die militärische Lage im Ukraine-Krieg weiterhin angespannt bleibt. International gibt es regelmäßig Aufrufe für Friedensgespräche, doch bisherige Vermittlungsversuche sind gescheitert. Putins Nennung Schröders könnte sowohl als echtes Gesprächsangebot als auch als strategisches Signal interpretiert werden. ZenNews24 auf YouTube Die wichtigsten Fakten Kremls Initiative: Putin schlägt Schröder als Vermittler vor und signalisiert damit möglicherweise Gesprächsbereitschaft in dem festgefahrenen Konflikt. Berlins ablehnende Haltung: Die Bundesregierung lehnt den Vermittlungsvorschlag ab und distanziert sich damit vom früheren Kanzler. Kiews Skepsis: Auch die Ukraine sieht Schröders mögliche Rolle kritisch und vertraut ihm nicht als unparteiischen Vermittler. Schröders fragwürdige Position: Der ehemalige Kanzler wird wegen seiner engen Verbindungen zu Russland von vielen als zu kompromittiert für eine Vermittlerrolle angesehen. Diplomatisches Kalkül: Der Vorschlag kann auch als Versuch Putins interpretiert werden, Differenzen zwischen Deutschland und der Ukraine zu schaffen. Reaktionen aus Berlin und Kiew Die Bundesregierung machte schnell deutlich, dass Schröder in ihrer Sicht nicht als Vermittler in Frage kommt. Offizielle Stellungnahmen betonen, dass Deutschland die Ukraine in ihrem Abwehrkampf unterstützt und nicht an Vermittlungsbemühungen mitwirken wird, die nicht den ukrainischen Interessen entsprechen. Implizit wird auch Schröders mangelnde Glaubwürdigkeit als unabhängiger Vermittler angesprochen. Die ukrainische Regierung äußerte sich noch deutlicher ablehnend. Kiew verweist auf Schröders langjährige Verbindungen zum russischen Regime und sein Engagement für russische Energiekonzerne. Eine Vermittlung durch eine Person, die derart eng mit Moskau verflochten ist, wird von der Ukraine als nicht akzeptabel angesehen. Für Kiew ist klar, dass ein glaubwürdiger Vermittler keine materiellen oder persönlichen Bindungen zu Russland haben darf.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Auch in der deutschen Öffentlichkeit und der Politikszene wird Schröders Rolle kontrovers diskutiert. Während einige argumentieren, dass ein ehemaliger Kanzler, der Verbindungen zu beiden Seiten hat, durchaus nützlich sein könnte, überwiegt die kritische Sicht deutlich. Schröder wird vielmehr als jemand wahrgenommen, der sich zu lange und zu eng mit dem Putin-Regime eingelassen hat.Bildmaterial: ZenNews24 Mediathek Die Perspektive des Kremls Putins Vorschlag lässt sich auf mehreren Ebenen interpretieren. Einerseits könnte es ein echtes Signal sein, dass Russland an Verhandlungen interessiert ist – allerdings unter Bedingungen, die für die Ukraine möglicherweise nicht akzeptabel sind. Andererseits könnte es sich um ein diplomatisches Manöver handeln, mit dem Moskau versucht, Risse zwischen Deutschland und der Ukraine zu schaffen oder Schröder als Sprachrohr zu nutzen. Beobachter weisen auch darauf hin, dass der Kreml durch diesen Vorschlag das Bild vermitteln könnte, dass Russland zu Gesprächen bereit ist, während es gleichzeitig weiß, dass der Vorschlag scheitern wird. Dies würde es Putin ermöglichen, nach außen hin als friedenswillig zu erscheinen, ohne konkrete Konzessionen machen zu müssen. Schröders umstrittenes Erbe Die Episode unterstreicht die anhaltende Kontroverse um Schröders Rolle und seinen Umgang mit Russland. Der ehemalige Kanzler hatte nach dem Angriff auf die Ukraine mehrfach zu Vermittlungsbemühungen aufgefordert, wurde dafür aber scharf kritisiert. Viele sehen in ihm weniger einen ehrlichen Makler als vielmehr jemanden, der seine wirtschaftlichen Interessen in Russland schützen möchte. Schröders Positionen werden von der großen Mehrheit der politischen Klasse in Deutschland abgelehnt. Seine Forderungen nach Verhandlungen werden häufig als Appeasement-Politik interpretiert, die die Aggression Russlands zu legitimieren droht. Für viele ist klar geworden, dass die Nähe zu Putins Regime, die in der Vergangenheit als pragmatische Realpolitik dargestellt wurde, einen hohen Preis hatte. Ausblick Der Vorschlag Putins wird vorerst ohne praktische Konsequenzen bleiben. Solange Berlin und Kiew sich einig sind, dass Schröder keine geeignete Vermittlerrolle spielen kann, wird das Angebot aus dem Kreml ins Leere gehen. Dies bedeutet nicht, dass Russland grundsätzlich an Verhandlungen desinteressiert ist – es zeigt aber die Grenzen dessen, was Moskau im Moment mit solchen Gesten erreichen kann. Für mögliche künftige Friedensgespräche werden internationale Vermittler notwendig sein, die von beiden Seiten akzeptiert werden. Schröder wird dazu nicht gehören. Stattdessen könnte Vermittlung über neutrale Länder oder internationale Organisationen erfolgen. Der Vorschlag aus dem Kreml verdeutlicht eher die Schwierigkeit, im Ukraine-Konflikt tragfähige diplomatische Kanäle zu etablieren. Mehr zum ThemaPutin schlägt Schröder als Vermittler vor — Ukraine lehnt abSchröder als Vermittler im Ukraine-Krieg? Bundesregierung und Kiew lehnen abPutin schlägt Schröder als Vermittler im Ukraine-Konflikt vor Quellen: WELT (Christoph Wanner) EinordnungPutins Vorschlag wirft Fragen nach der Verhandlungsbereitschaft Russlands auf. Die Ablehnung in Berlin und Kiew verdeutlicht die schwierige Position Deutschlands im Ukraine-Konflikt. ZZenNews24 RedaktionUnabhängige Nachrichtenredaktion · Schwerpunkt: Politik Quelle: Welt Politik Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Mehr zum ThemaSportvor 4 Std.Todefall beim New-York-MarathonDigitalvor 15 Std.GTA 6 Preload startet am 12. NovemberGesellschaftgesternRentner bekommen 2027 bis zu 4,1 Prozent mehrInternationalgesternTrump stoppt Militärhilfe für Israel vorzeitig Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Putin Ukraine-Krieg Schröder Vermittlung Diplomatie T Thomas Weber Politik & Wirtschaft Thomas Weber beobachtet seit über 15 Jahren die deutsche Bundespolitik und europäische Wirtschaftsentwicklungen. Sein Schwerpunkt liegt auf Haushaltspolitik, Koalitionsdynamiken und internationaler Handelspolitik. 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