ZenNews24› Regional› Hamburg knackt 15-Millionen-Übernachtungen-Rekord Regional Hamburg knackt 15-Millionen-Übernachtungen-Rekord Hamburg begeistert mit Rekord-Übernachtungen: Mehr als 16 Millionen Gäste zogen in der Stadt in einem Jahr in die Hansestadt – Tourismus boomt und Von Sarah Müller 09.02.2025, 20:27 Uhr 7 Min. Lesezeit Aktualisiert: 07.05.2026 Das Wichtigste in Kürze Hamburg hat 2023 über 15 Millionen Übernachtungen verzeichnet und festigt damit seine Position als führendes Touristusziel in NorddeutschlandExperten… Über 16 Millionen Übernachtungen in einem einzigen Jahr – Hamburg hat damit einen neuen Rekord in seiner Tourismusgeschichte aufgestellt und zieht mehr internationale Besucher an als je zuvor. Die Hansestadt entwickelt sich zusehends zur ersten Adresse für Reisende aus aller Welt, und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Tourismus boomt, und die gesamte Stadt spürt die Auswirkungen.InhaltsverzeichnisHamburg als Tourismusmagnet: Was steckt hinter dem Boom?Infrastruktur als Schlüssel zum ErfolgKonkrete Auswirkungen für Hamburger Bürgerinnen und BürgerGroßveranstaltungen als TourismusmotorenBlick nach vorn: Wo steht Hamburg in fünf Jahren? Das Wichtigste in KürzeHamburg als Tourismusmagnet: Was steckt hinter dem Boom?Infrastruktur als Schlüssel zum ErfolgKonkrete Auswirkungen für Hamburger Bürgerinnen und BürgerGroßveranstaltungen als Tourismusmotoren Lokale Zahlen: Hamburg verzeichnet aktuell rund 16,2 Millionen Übernachtungen pro Jahr, davon etwa 4,1 Millionen von internationalen Gästen. Die Auslastung der Hamburger Hotels liegt derzeit bei durchschnittlich 74 Prozent. Rund 290.000 Beschäftigte sind in der Hamburger Tourismus- und Gastgewerbebranche tätig. Der Sektor trägt schätzungsweise 17 Milliarden Euro zur Hamburger Wirtschaftsleistung bei. Die Zahl der Tourismusbetriebe ist in den vergangenen fünf Jahren um rund 12 Prozent gestiegen. (Quelle: Hamburg Tourismus GmbH, Statistikamt Nord) Hamburg als Tourismusmagnet: Was steckt hinter dem Boom? Die Auslastung der Hamburger Hotels liegt derzeit bei durchschnittlich 74 Prozent. Wer in diesen Wochen durch die Hamburger Innenstadt spaziert, bemerkt es sofort: Die Sprache auf den Straßen ist bunter geworden, die Restaurants sind voller, und an der Elbphilharmonie stehen Reisegruppen aus aller Welt Schlange. Hamburgs Aufstieg zur internationalen Tourismusdestination ist kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Investitionen, strategischer Stadtplanung und einer konsequent ausgebauten Infrastruktur. „Hamburg hat in den vergangenen Jahren enorm an internationaler Sichtbarkeit gewonnen", erklärt Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, in einer aktuellen Pressemitteilung. „Die Kombination aus Hafenflair, kulturellen Highlights und einer lebendigen Gastronomieszene macht die Stadt für Reisende aus Europa, Asien und Amerika gleichermaßen attraktiv." Tatsächlich ist der Anteil der Gäste aus Übersee in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Besonders Besucher aus den USA, China, Japan und den skandinavischen Ländern zählen aktuell zu den wichtigsten Quellmärkten. Für Tourismus in Deutschland: Boom, Nachhaltigkeit und neue Reisemuster ist Hamburg dabei zum Paradebeispiel einer modernen Großstadt geworden, die klassische Sehenswürdigkeiten mit zeitgemäßen Erlebnisangeboten verknüpft.📩Immer informiert bleibenDie wichtigsten Nachrichten, wenn sie erscheinen.Newsletter holen Infrastruktur als Schlüssel zum Erfolg Brandenburger Tor Nacht Beleuchtet Berlin Panorama Touristen Zennews24 Hinter den beeindruckenden Touristikzahlen steckt ein jahrelanger Prozess des Ausbaus und der Modernisierung. Der Hamburger Hafen, nach wie vor das Herzstück der Stadt, hat sich von einem rein industriellen Umschlagplatz zu einer vielseitigen Erlebniszone entwickelt. Die HafenCity gilt heute als eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas und zieht allein Hunderttausende Besucher jährlich in ihren Bann. Doch nicht nur das Hafenareal wurde erneuert. Die Verkehrsinfrastruktur wurde massiv ausgebaut: Der öffentliche Nahverkehr wurde erweitert, Fahrradwege modernisiert und die Anbindung an den Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel verbessert. Letzterer verzeichnet ebenfalls steigende Passagierzahlen, auch wenn die Branche bundesweit mit Herausforderungen zu kämpfen hat – wie etwa beim Blick auf Fraport, das Wachstum trotz Streiks und geopolitischer Turbulenzen verzeichnet. Elbphilharmonie als globales Aushängeschild Kaum ein Bauwerk hat das internationale Ansehen Hamburgs so nachhaltig geprägt wie die Elbphilharmonie. Das von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfene Konzerthaus ist nicht nur akustisch weltberühmt, sondern auch visuell zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Die öffentliche Plaza, die kostenfrei besucht werden kann, lockt täglich Tausende von Menschen an – Touristen und Einheimische gleichermaßen. „Die Elbphilharmonie ist für Hamburg das, was der Eiffelturm für Paris ist", sagt Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard. „Sie hat der Stadt eine neue Identität gegeben und dazu beigetragen, dass Hamburg auf den Reisewunschlisten von Menschen aus aller Welt aufgetaucht ist." Dass der Bau einst massiv über Budget lief, ist inzwischen in den Hintergrund gerückt – der wirtschaftliche Nutzen für die Stadt übersteigt die damaligen Investitionskosten bei weitem, wie Stadtökonomen aktuell einschätzen. (Quelle: Hamburgisches WeltWirtschaftsInstitut HWWI) Das Zusammenspiel aus Elbphilharmonie, Speicherstadt, Hafencity und dem historischen Kontorhausviertel – beide letztgenannten sind UNESCO-Weltkulturerbe – macht Hamburg zu einer Stadt, die kulturell auf mehreren Ebenen gleichzeitig punktet. Diese Kombination ist es, die Reisende nicht nur anzieht, sondern häufig zur Rückkehr bewegt.Bildmaterial: ZenNews24 Mediathek Nachhaltiger Tourismus als neue Leitlinie Doch der Tourismus-Boom bringt auch Herausforderungen mit sich. In manchen Stadtteilen, besonders in der Neustadt und rund um die Reeperbahn, klagen Anwohner über steigende Mietpreise, Lärm und Überfüllung der öffentlichen Räume. „Wir sind froh, dass Hamburg so gefragt ist", sagt Klaus-Peter Hoffmann, Sprecher einer Bürgerinitiative in Altona. „Aber wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Kieze zu Freilichtmuseen für Touristen werden, während die ursprünglichen Bewohner verdrängt werden." Der Hamburger Senat hat diese Bedenken ernst genommen und eine Strategie für nachhaltigen Tourismus vorgelegt. Diese sieht unter anderem vor, Besucherströme gezielt auf weniger frequentierte Stadtteile zu lenken, Tagesausflügler durch attraktive Alternativen anzusprechen und die Ansiedlung von Kurzzeitvermietungen wie Airbnb stärker zu regulieren. „Wir wollen Qualitätstourismus, keinen Massentourismus", betont Senator für Stadtentwicklung Anjes Tjarks. (Quelle: Pressemitteilung Senat der Freien und Hansestadt Hamburg) Diese Strategie fügt sich ein in das größere Bild der städtischen Entwicklung. Denn Hamburg denkt nicht nur in Tourismusquartalen, sondern langfristig – und das schlägt sich auch in anderen Wirtschaftsbereichen nieder. Hamburgs Wirtschaft im Aufschwung: Die Hafenstadt setzt auf Digitalisierung und zeigt damit, wie eng Tourismus und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verknüpft sind. Konkrete Auswirkungen für Hamburger Bürgerinnen und Bürger Was bedeutet der Tourismus-Boom konkret für die Menschen, die in Hamburg leben und arbeiten? Die Auswirkungen sind vielschichtig und reichen weit über die offensichtliche Belebung der Gastronomie hinaus. Mehr Arbeitsplätze: Der wachsende Tourismus schafft aktuell Tausende neue Stellen im Hotel- und Gastgewerbe, im Einzelhandel und im Kulturbereich – besonders für Berufseinsteiger und Quereinsteiger attraktiv. Bessere Infrastruktur: Investitionen in Wege, Plätze und öffentliche Verkehrsmittel, die für Touristen getätigt werden, kommen auch der einheimischen Bevölkerung zugute. Steigende Mietpreise: In touristisch stark frequentierten Stadtteilen wird die Wohnraumsituation durch die Konkurrenz von Kurzzeitvermietungen zunehmend angespannt. Kulturelles Angebot: Die hohe Nachfrage durch internationale Gäste ermöglicht es Theatern, Konzerthallen und Museen, ihr Programm auszuweiten – wovon letztlich auch Hamburger profitieren. Steuereinnahmen: Die Kurtaxe und touristische Abgaben füllen den städtischen Haushalt und ermöglichen Investitionen in Schulen, Parks und soziale Einrichtungen. Verkehrsbelastung: Besonders an Wochenenden und bei Großveranstaltungen sind einige Stadtteile durch Reisebusse und Pkw-Verkehr stark belastet, was die Lebensqualität der Anwohner beeinträchtigt. Großveranstaltungen als Tourismusmotoren Ein nicht zu unterschätzender Faktor im Hamburger Tourismusprofil sind Großveranstaltungen. Das Hafengeburtstag-Festival, das alljährlich Hunderttausende Besucher in die Stadt lockt, gilt als eines der größten Hafenfeste der Welt. Hinzu kommen internationale Kongresse, Messen und Sportereignisse, die Hamburg regelmäßig in den Fokus der globalen Aufmerksamkeit rücken. In diesem Kontext gewinnt auch die Debatte um eine mögliche Olympiabewerbung Hamburgs an Bedeutung. Die Stadt prüft aktuell ernsthaft ihre Möglichkeiten: Hamburg bewirbt sich um Olympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 – ein Vorhaben, das die Tourismusentwicklung langfristig auf ein völlig neues Niveau heben könnte. Allerdings mahnen Kritiker zur Vorsicht: Ein Experte warnt vor einer Budgetsprengung durch Olympia-Kosten in Hamburg, und die gesellschaftliche Debatte darüber ist in vollem Gange. Dass Hamburg auch abseits von Hochglanz-Events zu begeistern weiß, zeigen Geschichten wie die der Hamburger Oma, die mit 78 Jahren ihren ersten Marathon läuft – und die Jüngeren hinter sich lässt. Solche menschlichen Storys prägen das Bild der Stadt in sozialen Medien und internationalen Medien gleichermaßen und tragen auf ihre Art dazu bei, Hamburg als lebendige, inspirierende Stadt zu vermarkten. Blick nach vorn: Wo steht Hamburg in fünf Jahren? Die Hamburger Tourismuswirtschaft zeigt sich optimistisch, was die weitere Entwicklung angeht. Die Hamburger Wirtschaftsförderung Hamburg Invest sieht in der Kombination aus digitalem Stadtmarketing, nachhaltiger Angebotsgestaltung und gezielter Erschließung neuer Quellmärkte – insbesondere in Südostasien und dem Nahen Osten – großes Wachstumspotenzial. Gleichzeitig sollen neue Hotels und Hostels der Mittel- und Oberkategorie entstehen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden, ohne die Stadtstruktur zu überlasten. (Quelle: Hamburg Invest Wirtschaftsförderungsgesellschaft) Für Bürgermeister Peter Tschentscher ist der Tourismus-Boom ein klares Signal: „Hamburg ist eine weltoffene, vielfältige und attraktive Stadt – das spiegelt sich in diesen Zahlen wider. Unser Ziel ist es, diese Stärke zu nutzen, ohne die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger zu gefährden." Eine Botschaft, die sowohl an die internationale Reisewelt als auch an die Hamburger Bevölkerung selbst gerichtet ist. Hamburg steht damit exemplarisch für eine neue Art des urbanen Tourismus: reflektiert, strategisch und mit einem klaren Bewusstsein dafür, dass nachhaltiges Wachstum nur dann gelingt, wenn es die Menschen, die eine Stadt erst lebenswert machen, einbezieht und schützt. Die Rekordzahlen sind ein Anfang – das eigentliche Ziel ist eine Stadt, die auch in zwanzig Jahren noch für Besucher und Bewohner gleichermaßen lebenswert ist. Lesen Sie auchRügen: Wenn Tourismus zum Problem wirdHamburg prägt Kunstwelt: Von der Biennale bis zur urbanenLeipzig verzeichnet starkes Bevölkerungswachstum – Stadt plant Teilen Teilen X Facebook WhatsApp Link kopieren Wie findest du das? 🔥 0 😲 0 🤔 0 👍 0 😢 0 Hamburg Tourismus S Sarah Müller Sport & Regional Sarah Müller berichtet über Bundesliga, Leichtathletik und regionale Sportthemen. Sie verfolgt die Entwicklungen im deutschen Profisport und beleuchtet Hintergründe abseits der Tabelle. 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